Siedler II – Kapitel I – III [DE] [No Voice]

Was geht über eine schöne Reise übers Meer?
Wäre da nur nicht dieser Sturm …sturm… sturm…
Naja und halt so eine Insel.
Aber wenn man schon mal auf eine neue Insel kommt, da kann man dann ja vielleicht auch gleich mal etwas siedlern, eh also, siedeln, na ein Lager bauen.
Ihr wisst doch, überleben, Nahrung, Nahrung, Nahrung und Häusle bauen.
Oder was man als zivilisierter Mensch so auf einer gut gepflegten Insel macht.

Wenn das hier jetzt kein altes 2D Videospiel wäre und es um die Römische Hochkultur gehen würde, hätte ich die erste Folge glatt mit einem Chainsaw Massaker verwechselt. Aber das war eine andere Horror Geschichte.

Das Standbein und der Fall jeder Zivilisation sind die folgenden vier Dinge:

  • Holzfäller
  • Sägewerk
  • Förster
  • Lagerung und Verwaltung (Zentrale Sammelstelle)

Wenn du dich jetzt fragst, aber wieso hat er denn das Wasser vergessen, dann liegst du richtig. Aber wir reden hier ja von Siedler II. Auf minimalen Ressourcen schafft selbst der Mensch die KI zu überlisten, da im Gegensatz zur KI der Mensch mit wenig klarkommen muss. Also sonst wäre es ja sinnlos einen Modus mit wenigen Ressourcen einzubauen.

Nur komisch das manchmal der Mensch auch nicht mehr weiß, ob er denn nicht auch mit weniger zufrieden wäre.

Solange die Bäume Früchte tragen,
kann ich mich ja wohl kaum beklagen.
Doch sind sie einmal alle fort,
siehst nimmer mehr mich an diesem Ort.
Bin ich das Licht, die Wärme, der Wind?
Oder nur ein kleines gar lästiges Kind?
Die Worte sagen viel wenn man weiß wer sie sagt.
Sie sagen viel, wenn man sich selbst mal fragt.
Wo will ich hin, wo darf ich sein?
Im Innern bin ich auch nur klein.

Schon durchs erste Tor und gleich geht es wieder ans Bauen.
Nicht einmal fünf Minuten innehalten und vielleicht die Umgebung bewundern.
Naja, aber man weiß ja nie wie viel Zeit einem noch bleibt… also bevor man hungrig wird und dann ist kein Holz auf dem Tisch, eh also Tisch aus Holz.. ne…ne nochmal…CUT

Naja, aber man weiß ja nie wie viel Zeit einem noch bleibt, bis man auf neue Feinde trifft. Immer auf der Hut und ja keine Zeit vergeuden. Sonst könnte man ja aus versehen gar noch zum Denken kommen. Und wer will das schon, denken… Dinge erkunden, sich an der Natur erfreuen… Ne, warum auch, wenn man doch stattdessen einfach aus den Ruinen einer vorherigen Zivilisation einfach wieder eine neue baut. Und warum die alte dann untergegangen ist, muss wohl bestimmt daran gelegen haben, dass sie zu viel Zeit mit Spielereien verbracht hat oder nicht Acht gegeben.

Und dann nebenbei noch gleich einen Einsiedler mit Bier zurückgelassen. Aber wie und wo und was, naja so genau weiß das wohl keiner bei der Spielelogik.

Hauptsache es sieht schön aus und funktioniert einigermaßen.

Und dann trifft man auf einmal auf fremdartig aussehende Wesen, und die halten auch noch gute römische Bürger als Sklaven. Dass geht aber gar nicht. Und dann haben die auch noch eine Strohpuppe und zwei Speere. Eine glatte Kriegserklärung ist das.

Kind: Aber ich wollte doch nur spielen… 😦

Römischer Feldherr: (siehe Fortsetzung auf Seite B – bitte die Kassette wenden)

Die Fortsetzung…

Kind: Aber ich wollte doch nur spielen… 😦

Römischer Feldherr: Das bedeutet KRIEG!
Nachdem ich es solange heraus gezögert habe, bis es einfach nicht anders ging. Wie sie einfach nicht auf meine Leuchtsignale reagiert haben und die klar genormten Militärzeichen einfach missachtet. Als wüssten sie gar nicht was diese bedeuten. Da musste man einfach in die Offensive gehen. Wie sonst hätte man das ganze denn regeln können.

Kind: Du hättest fragen können.

Römischer Feldherr: Aber wenn man Fragen muss, dann weiß man etwas nicht.

Kind: Und wer nicht fragt stirbt dumm.

Römischer Feldherr: Kann ich BITTE dein Tor benutzen?

Kind: Nein.

Römischer Feldherr: Dann gibt es den TOTALEN KRIEG!

Kind: Aber NEIN heißt NEIN!

Römischer Feldherr: tötet alles was nicht bei drei auf den Beinen ist

Kind: immer musst du alles kaputt machen… stirbt

Römischer Feldherr: Haha! Das Tor ist mein! Wo es mich wohl diesmal hinführen wird?

Geist von Kind: Nach Rom du Idiot.

Nun ist das Team schon routiniert und gleich bei der Arbeit.
Wie im Nu wird eine Siedlung aus dem Boden gestampft und ein paar gut ausgebildete Legionäre sind auch noch mit am Start.

Und was hör ich da? GOLD?!
Das lass ich mir nicht zweimal sagen.

Wären da nicht wieder diese Wilden und diesmal auch noch mit Masken.
(Ich hoffe ihr versteht die Ironie.)

Schnell, schnell! Wir müssen an dat Jold!
(Wieso hat der jetzt so einen komischen deutschen Dialekt? Sonderbar…)

Der Großstadtjunge mal wieder…
(Sicher das da nicht ein Buchstabe … ach weißt du was, ich sag einfach nichts mehr…)

Was mich nur irgendwie immer gewundert hat, wieso waren da keine Tempel?
Klar, im nächsten Teil dann, ich weiß bescheid, aber das hat mich schon irgendwie verwirrt.

Naja, und damit am Ende dann keiner etwas ausplaudert, gibt es ja Wege und Mittel.

Die Lösung: Brennende Häuser, schreibende Menschen, alle tot.

Wie jetzt, was meint ihr damit, man hätte reden können?
Warum kommt ihr jetzt mit: “Wenigstens die Kinder nicht!”
Wenn schon denn schon und keine Ausnahme. Immerhin geht es hier ja um das Tor und am Ende könnte noch jemand ausplaudern, dass es gewaltsam an sich gerissen wurde. Ne ne Leude, sooo nich. NICH MIT MIR!

Zuschauer: Geht es ihm gut? Spielt er nur oder ist er wirklich davon überzeugt?

Geist von Kind: Der Mann versucht verzweifelt zu erklären, dass das gesamte Spiel im Arsch ist.

Zuschauer: Aso, sag des do glei.


Jetzt erwartet er auch noch das Menschen komische deutsche Dialekte sprechen, wenn Deutsch allein schon schlimm genug ist, wie jede Sprache, wenn man mal genauer drüber nachdenkt.

Also wenn man mal drüber nachdenkt wie wenig von den ganzen Worten man eigentlich braucht am Ende vom Tag, ohne den ganzen Römer-Wahnsinn.

Irgendwer: Hä, was für ein Ding?

Römer-Wahnsinn…

Irgendwer: Oh, ich dachte du meintest Rinderwahnsinn, wie in, wenn man deren Gehirne isst wird man verrückt und so.

Eh… ja fasst…

Irgendwer: Ja und wie geht denn nun die Geschichte weiter?

Hast du die B-Seite nicht bis ganz zum Ende gehört?

Irgendwer: Welche B-Seite? Ach du meintest die von Kapitel II, ich war gerade ganz wo anders mit den Gedanken. Bei Toten die nicht Lügen und so einem Schwachsinn… Weil wegen B-Seite und so.

Ja die meinte ich…

Irgendwer: Wie jetzt?

Du weißt schon was ich meine…

Irgendwer: Aber das hat doch gar nichts mit diesem Spiel zu tun.

Aber du hast es bis zum Ende angehört oder nicht?

Irgendwer: Irgendwie dachte ich das… Vielleicht sollte ich …

…es nochmal anhören.

Irgendwer: Heee. Beende nicht meine Sätze! Die …

…gehören nur mir allein.

Irgendwer: … Eigentlich wollte ich sagen: “Die hab ich mir selbst ausgedacht.” Aber das ist auch nicht verkehrt. Also irgendwie und irgendwo und so… Äh… ja…

Wenn es dir so gar nicht gut geht, dann bis du nicht alleine.

Und wenn alles zum Schreien ist, dann auch nicht.

Und wenn du am liebsten alles hochjagen würdest, dann auch nicht.

Aber bitte bleib und geh nicht und mach nichts was du nicht wieder ungeschehen machen kannst.

Eine Stadt kann vergehen und gemeinsam können wir überleben, der Planet, wir Menschen, die Tiere, die Pflanzen.

Der Computer, vielleicht auch der, aber erst mal müssen wir alles andere retten. Vielleicht brauchen wir ihn ja dann auch nicht mehr. Schließlich kann er auch nicht mehr als unser Kopf und was sonst noch da sein mag.

Ich bin ein miserables Beispiel eines Menschen der anderen helfen will. Aber was soll ich machen, wenn vor mir alles immer nur am Brennen ist und ich nicht weiß ob ich mehr Feuer dazugeben oder Wasser ins Feuer kippen soll, das bereits von Öl verzehrt ist. Nur um am Ende die Flammen noch höher schießen zu lassen, wo ich doch eigentlich nur hier sitzen wollte, an einen Baum gelehnt, in Frieden den Vögeln lauschend.

Und eins noch, wenn dir aufgefallen ist, dass der Name HannaH von beiden Seiten das gleiche bedeutet und du ihn drehen kannst wie du willst, dann weißt du vielleicht mehr über sie als andere.

Das ist nicht lustig.

Das kannst du daran erkennen, dass ich das schreibe, denn ich lache sehr oft, aber nicht weil ich fröhlich bin.

Ich würde eigentlich nur weinen oder schreien, wenn ich könnte.

Aber schreien kann ich nicht wirklich gut, vielleicht eher schreiben.